Studie: Corona-Ära beschleunigt die Digitalisierung

Sabine Jobstmann
30. Oktober 2020
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Der deutsche Mittelstand setzt leider kaum auf neue Technologien

Jedes zweite mittelständische Unternehmen will aufgrund der aktuellen Covid-19-Pandemie mehr Geld für die Digitalisierung in die Hand nehmen. Vor allem im Bereich Marketing, Vertrieb und Prozessoptimierung sind in den nächsten Monaten verstärkt Investitionen geplant. Allerdings stehen moderne, leistungsfähige Technologien dabei nicht ganz oben auf der Wunschliste. Dies ergab die aktuelle Studie „Digitalisierung in deutschen Unternehmen: Wie die Corona-Ära Marketing und Vertrieb verändert“, die das Consulting- und Dienstleistungsunternehmen Thought Leader Systems in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und dem Software-Spezialisten Adobe durchgeführt hat. 
Für die Studie wurden im Zeitraum Juli/August 2020 insgesamt 489 Fach- und Führungskräfte befragt. Beteiligt haben sich deutsche Unternehmen jeder Größe aus den Brachen Beratung, Dienstleistung, Industrie, IT/Software, Handel, Handwerk und Herstellung. 
 
Fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) gaben in der Umfrage an, dass ihre normale Geschäftstätigkeit durch die Covid-19-Einschränkungen beeinflusst wurde. Nur ein Viertel der Unternehmen antwortete, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf den täglichen Ablauf hat. Zwölf Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Geschäftsalltag selbst nach der Pandemie nie wieder so wird, wie er vorher war. Fast die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) rechnet damit, dass Covid-19 noch mindestens ein bis zwei Jahre Auswirkungen hat. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) kalkuliert mit mittelfristigen (6 bis 9 Monate) und 4 Prozent mit lediglich kurzfristigen Beeinflussungen (vgl. Abb. 1). 
 
Abb. 1: Fast die Hälft der Unternehmen rechnet mit langfristigen Auswirkungen von Covid-19 auf die Geschäftstätigkeit. 12 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass es der Geschäftsalltag nie wieder so werden wird, wie vor der Pandemie.
 
Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass vor allem der Handel für die nächsten beiden Jahren noch mit massiven Einschränkungen rechnet (58,2 Prozent). Allerdings blickt die Branche gleichzeitig am optimistischsten in die ferne Zukunft: Nur 9,1 Prozent rechnet mit dauerhaften Einschränkungen. Am pessimistischsten blickt der Sektor Beratung nach vorne: 15,2 Prozent der Befragten rechnen hier mit dauerhaften Einschränkungen, gefolgt von Industrie und Herstellung (jeweils 14,3 Prozent) und dicht dahinter die Dienstleistungsbranche mit 14 Prozent.  
 
Pandemie beschleunigt Investitionsentscheidung
Etwas mehr als jedes zweite Unternehmen (51 Prozent) gibt an, dass die aktuelle Pandemie die Investitionsentscheidung in punkto Digitalisierung beschleunigt. Dabei hat vor allem die erwartete Dauer der Beeinflussung einen signifikanten Einfluss: Bei Unternehmen, die mit dauerhaften Einschränkungen rechnen, sind es 79,5 Prozent, die mit weiteren Investitionen in die Digitalisierung kalkulieren.
 
31 Prozent der Befragten erhoffen sich durch die Digitalisierung in erster Linie eine Effizienzsteigerung, 24 Prozent erwarten ein Umsatzwachstum, jeweils 18 Prozent sehen das größte Potenzial in den Bereichen Automatisierung und Einsparungspotenziale, 6 Prozent erwarten eine Verkleinerung von Abteilungen. Nur 2 Prozent rechnen mit der Einsparung von ganzen Abteilungen.
 
Was die einzelnen Unternehmensbereiche betrifft, so planen 23 Prozent der befragten Unternehmen eine Prozessoptimierung, jeweils 21 Prozent planen Digitalisierungsmaßnahmen in Marketing und Vertrieb, 16 Prozent in der Produktion, 11 Prozent im Controlling und 7 Prozent im Einkauf (vgl. Abb. 2). 
 
Abb. 2: Das Thema Prozessoptimierung steht bei den Unternehmen hoch im Kurs – gefolgt von der Digitalisierung in Marketing und Vertrieb.
 
Auf die Frage in welchen Bereichen die Covid-19-Einflüsse sich besonders bemerkbar machen, sieht fast die Hälfte der Unternehmen negative Auswirkungen auf den Vertrieb (42 Prozent). Bei Unternehmen zwischen 10 und 20 Millionen Euro Umsatz geben sogar 91,7 Prozent an, dass der Vertrieb durch die Pandemie stark beeinträchtigt ist. 
 
CRM und PR-Arbeit stehen hoch im Kurs
Um den Vertrieb weiter zu digitalisieren, planen 31 Prozent der befragten Unternehmen in vertriebsunterstützende Software, wie z.B. CRM-Systeme zu investieren. 23 Prozent sehen einen Bedarf bei digitalen Endgeräten wie Tablets etc., 20 Prozent haben Interesse am Thema Datenanalyse, 19 Prozent am Ausbau des E-Commerce.
 
Im Bereich Marketing möchten 21 Prozent der befragten Unternehmen in Zukunft gerne mehr in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit investieren (vgl. Abb. 3). Dicht dahinter folgt der Bereich Datenanalyse mit 19 Prozent. 17 Prozent der Unternehmen bauen auf Werbung und Broschüren. Knapp dahinter mit 16 Prozent folgt das Thema Marketing Automation. 11 Prozent setzen auf Messen und Veranstaltungen. Nur 6 Prozent gaben an, verstärkt in künstliche Intelligenz bzw. Machine Learning investieren zu wollen – und das branchen- und umsatzunabhängig.  
 
Abb. 3: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit liegen im Bereich Marketing zurzeit hoch im Kurs.
 
„Leider haben wir es einer Pandemie zu verdanken, dass Deutschland endlich aufwacht und das Thema Digitalisierung in Angriff nimmt. Erstaunlich ist, dass dabei noch immer lieber auf Altbewährtes statt auf moderne Technologien gesetzt wird“, sagt Dr. Tobbias Schlömer. Der Geschäftsführer des Consulting- und Dienstleistungsunternehmens Thought Leader Systems empfiehlt Unternehmen einfach etwas mehr Mut zum Fortschritt: „Investitionen in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder CRM-Systeme sind sicherlich kein Schritt in die falsche Richtung. Zwar bieten CRM-Lösungen hervorragende Möglichkeiten zur Bestandskundenbetreuung. Das Gewinnen von Neukunden ist jedoch nur schwer damit möglich. Und genau hier setzen Systeme für Marketing Automation an.“
 
Mit diesen modernen Software-Lösungen können gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. So können die meisten Marketing-Automation-Systeme viele CRM-Funktionalitäten gleich mit abdecken. Auch das Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit lässt sich damit einfach auf ein professionelles Niveau heben. Schließlich vereint Marketing-Automation verschiedenste Aspekte des Marketing- und Business-Development wie beispielsweise E-Mail-Marketing, Inbound Marketing, Content Development, Conversion Rate Optimierung oder Lead Generierung.
 
„Unsere Umfrage zeigt, dass viele Mittelständler durch Covid-19 Probleme haben, an Kunden zu gelangen. Hier ist ein Umdenken gefordert, was leider für viele Unternehmer ein schmerzhafter Lernprozess ist. Aber mit modernen, leistungsfähigen Technologien lohnt sich gerade jetzt ein Schritt in die Zukunft“, so Dr. Tobbias Schlömer.
 
Die ausführlichen Ergebnisse der Studie „Digitalisierung in deutschen Unternehmen: Wie die Corona-Ära Marketing und Vertrieb verändert“ erhalten Sie auf Anfrage.
 
Die Ergebnisse werden außerdem am Dienstag, den 01. Dezember 2020 um 10:00 Uhr in einem 45-minütigen Webinar vorgestellt und diskutiert, das gemeinsam von Thought Leader Systems und Adobe durgeführt wird.
 
Anmeldung und weitere Informationen unter: Welcome To The New Normal
 
 
Über die Thought Leader Systems GmbH
Das Consulting- und Dienstleistungsunternehmen Thought Leader Systems unterstützt seine Kunden dabei, langfristige Geschäftsziele zu erreichen und dient dabei als zentrale Anlaufstelle für ihre Anforderungen in den Bereichen Marketing, Vertrieb und IT. Das Hattersheimer Unternehmen bietet den gesamten „Stack“ rund um die Themen Marketing-Automations-Lösungen und Inbound Marketing – vom Business-Consulting, über die technische Implementierung, bis zum Training und der Unterstützung im Running Business. Mit der Unterstützung von Thought Leader Systems können Unternehmen neue Märkte und Zielgruppen erschließen, Marktanteile maximieren und die Kundentreue fördern.
 
Über Adobe
Adobe verändert die Welt durch digitale Erlebnisse.
 
Über den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)
Der BVMW gestaltet als führender Unternehmerverband die bedeutendsten Unternehmernetzwerke des Mittelstands in Deutschland und Europa. Der BVMW ist die größte, politisch unabhängige und branchenübergreifende Interessenvereinigung des deutschen Mittelstands. Mit unseren Mitgliedern repräsentieren wir das gesamte Spektrum des deutschen Mittelstandes. Wir sind zentraler Ansprechpartner der Politik. 
Der Mittelstand BVMW ist nicht nur regional (mit 300 Geschäftsstellen) und bundesweit vertreten. Unsere Außenstellen in Brüssel, unseren Auslandsbüros in 40 der strategisch wichtigsten Länder und Regionen, vertreten wir Ihre Interessen auch auf europäischer und internationaler Ebene. Kurz: Wir sind dort, wo Ihr Unternehmen ist und unterstützen Sie vor Ort mit gebündeltem Know-how und Expertise. 
 

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